Grünkohl, Glaubenssätze & Geiles Leben – Mein persönlicher Monatsrückblick November 2017

Holla die Waldfee, was für ein Monat. In drei Wörtern würde ich ihn wohl als bewegend, aufwühlend und erkenntnisreich beschreiben. Denn obwohl augenscheinlich vielleicht nicht sonderlich viel Neues in meinem Leben passiert ist, habe ich habe mich doch mehr oder weniger unfreiwillig meiner größten Angst gestellt, daraus ziemlich viel Mut geschöpft und zudem damit begonnen, mal so richtig auszumisten – ich rede nicht von meiner Wohnung, sondern von unnötigem Seelenballast. :-)

Was es außerdem noch mit "Grünkohl, Glaubenssätze und Geiles Leben" in diesem Monat so auf sich hatte, erfährst du unter anderem in diesem dieses Mal sehr persönlichen Artikel ...

Was hat mich besonders beschäftigt?

Der November war ein verhältnismäßig "introvertierter Monat" für mich. So war ich zwar einerseits mal wieder an einigen Wochenenden sowohl beruflich als auch privat unterwegs und habe also viel unternommen – andererseits war es jedoch ein Monat, in dem ich viel Zeit zum Nachdenken, Reflektieren und Lesen hatte. So ein richtiger Herbst-Schmuddelwetter-Monat eben, in dem ich es geliebt habe, die Abende mit aufgedrehter Heizung, Lichterketten, Kerzen und eingemümmelt in einer Decke auf der Couch zu verbringen. :-)

Immer noch inspiriert durch das Buch "Mögest du glücklich sein" von Laura Malina Seiler, habe ich mich dabei verstärkt mit mir selbst auseinander gesetzt und habe versucht, meinen versteckten Ängsten und inneren Blockaden mehr auf die Schliche zu kommen, um diese Stück für Stück auflösen zu können. Denn je genauer wir hinschauen, desto eher finden wir doch Punkte, die uns im Alltag immer wieder zurückhalten, uns blockieren und uns irgendwie davon abhalten, unser volles Potenzial auszuleben, oder? Das habe ich bei mir auf jeden Fall festgestellt.

Und wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, dann tragen wir doch alle irgendeinen Ballast mit uns rum, der ganz vergraben in den Tiefen unseres Inneren liegt, eingemauert von fetten Ziegelsteinen mit Stacheldraht, damit wir ihm auch bloß nich zu Nahe kommen, denn das Hervorkramen könnte ja schmerzhaft sein. 

Es ist aber zugleich auch unglaublich befreiend, wenn man es zulässt! Ich spreche aus eigener Erfahrung. Sich mal die Zeit zu nehmen und sich ganz genau zu hinterfragen, WARUM man mit gewissen Punkten im Leben immer und immer wieder seine inneren Konflikte austrägt, das ist seeeeehr augenöffnend. 

Ich habe deswegen für mich die Entscheidung getroffen, mich nicht mehr länger von meinen Ängsten, Sorgen, falschen Glaubenssätzen und inneren Blockaden zurückhalten zu lassen. 

 

Doch das ist natürlich leichter gesagt als getan ...

 

Denn was dann folgt, fühlt sich nicht alles nur super an. Dazu gehört dann, die eigenen Grenzen zu überwinden, das ein oder andere unangenehme Gespräch zu führen, sich von Dingen lösen, die einem nicht mehr gut tun, oder auch einfach nur, sich Raum zu geben, um alten Schmerz rauszulassen und verarbeiten zu können.

 

Doch wie das dann immer so mit dem Universum ist, stellt es einen auch direkt auf die Probe. Da denkst du, du bist voll gut dabei und alles läuft tutti, denn du hast ja schon voll viel innere Arbeit geleistet, da schreit das Universum plötzlich: "Du willst deine Ängste abbauen? Na wenn das so ist, dann schauen wir doch mal, wie ernst du das wirklich meinst!" ...

Und so wurde ich nach über 18 Jahren prompt mit einer meiner größten Ängste konfrontiert, die ich während meiner ganzen Reflexionsarbeit überhaupt nicht auf dem Schirm hatte (schließlich ging es hier eher um innere Blockaden und falsche innere Glaubenssätze). Ich rede von der Angst vor einer Magen-Darm-Grippe. Ernsthaft.

Du magst da jetzt vielleicht drüber lachen, weil das in deinen Augen keine wirkliche Angst sein kann, doch ich gehöre leider zu den wenigen Prozent der Bevölkerung, die panische Angst vor dem Erbrechen hat. Das letzte Mal Übergeben habe ich mich, so weit ich mich erinnern kann, mit 11 Jahren. Dieses Erlebnis war damals so traumatisch für mich, dass ich seitdem ganz starke Panik davor hatte. Und so begann ich, jegliches Auftreten von Übelkeit so stark zu kontrollieren, dass ich mich seither nie wieder Übergeben musste. Wenn jemand in meiner Familie krank wurde, dann habe ich tagelang nur noch unsere Gästetoilette benutzt, alle potenziell kontaminierten Gegenstände in unserem Haus desinfiziert und auch jeglichen Körperkontakt zum Rest der Familie untersagt. Das war nicht easy, sag ich dir. Und selbstverständlich habe ich mich aus diesem Grund auch später nie so stark betrunken, dass mir der Abend am Ende des Tages nochmal hätte durch den Kopf gehen können. Ja, es gibt tatsächlich Menschen, die sich noch nie von Alkohol übergeben haben! 

 

... Und dann kam der 19. November 2017. Ich war gerade mit meinen Kollegen auf dem Rückweg von Frankfurt nach Köln nach einem zweitägigen Seminar von Denys Scharnweber. Unter dem Motto "Geiles Leben" haben wir ein Wochenende damit verbracht, unsere inneren Blockaden und Beschränkungen zu identifizieren (sehr passend also, wo ich doch sowieso schon an dem Thema dran war) und wieder verstärkt in unsere eigene Kraft zu kommen. Denys stellte uns unter anderem die Fragen:

"Was würdest du ab jetzt anders machen, wenn du keine Angst mehr hättest?"

"Was würdest du ab jetzt nicht mehr machen, wenn dich deine Angst nicht mehr länger zurück hält?"

 

Die Fragen mögen auf den ersten Blick sehr ähnlich klingen, die Antworten sind jedoch komplett verschieden. So weit so gut.

 

Die Rückfahrt nach Köln verlief heiter und fröhlich, wenngleich wir auch alle etwas müde waren. Doch kaum wieder Zuhause angekommen, merkte ich plötzlich wie mich eine extreme Übelkeit überkam. Mir wurde heiß und kalt und ich begann sofort, meine mir alt bekannten Mantras runterzubeten. "Alles wird gut", "Ich bin gesund" versuchte ich mir einzureden. Doch im Gegensatz zu sonst, half dieses Mal überhaupt nichts mehr. Und so durchlebte ich in der darauffolgenden Nacht meinen persönlichen wahr gewordenen Albtraum und umarmte im Halbstunden-Takt die Kloschüssel. Es war soooo schrecklich!!!!!! Und mindestens genauso schlimm, wie ich es in Erinnerung hatte! Wirklich, wirklich einfach nur grausam. Von wegen "geiles Leben" bemitleidete ich mich selbst.

Doch wie du siehst, habe ich es überlebt. Und inzwischen muss ich sogar über mich schmunzeln. Denn so schlimm das Erlebnis für mich auch war, hat es mir sehr plakativ vor Augen geführt, dass es absolut nichts bringt, sich so stark von seiner Angst leiten zu lassen. Gewisse Dinge, die uns im Leben passieren, können wir einfach nicht beeinflussen. Worauf wir aber immer einen Einfluss haben, ist die Art und Weise wie wir mit den Erlebnissen umgehen und darauf reagieren. Welche Bewertung wir dem ganzen beimessen. Da kann die Angst machen was sie will.

Und dabei meint sie es ja nur gut mit uns. Sie will uns beschützen vor Leid, Kummer und Schmerz. Sie sorgt sich um unser Wohl. Und dennoch steht sie uns so häufig im Weg. Doch deswegen soll damit wie gesagt ab sofort Schluss sein! Die ersten Schritte in die richtige Richtung bin ich bereits gegangen – doch ich weiß, dass es ein Prozess ist, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist ...

 

Was habe ich Neues ausprobiert?


Nun mal zu einem ganz anderen Thema: Es geht ums Haare waschen. Beziehungsweise Haare NICHT waschen. Sorry, dass mein heutiger Blogpost leider ein paar "ekelige" Themen beinhaltet. But that's life. And that was my month. :-) Also nun, ich gehöre zu den Frauen, die sich am liebsten täglich, aber wenn es sein muss, auch alle zwei Tage die Haare waschen. Das mache ich nicht freiwillig, denn leider werden sie nach spätestens 48 Std. schon wieder so fettig, dass ich es spätestens dann nicht mehr aushalte und sie wieder waschen muss. Das ist ätzend! Denn Haare fönen ist nicht nur nervig, das ständige Shampoonieren und anschließende Fönen ist für die Haare oder die Kopfhaut auch nicht gerade toll. Zumal das auch ein Teufelskreis ist. Je mehr du deine Kopfhaut beim Einmassieren des Shampoos stimulierst, desto mehr werden die Talgdrüsen auch dazu angeregt, die Talgproduktion mal so richtig hochzuschrauben. Das Ergebnis: Die Haare werden noch schneller fettig.

Aber kennst du schon den Hashtag #nopoo ? Ich kannte ihn bis dato auch nicht. Dahinter verbergen sich diverse Experimente von Leuten, die versucht haben, sich über einen längeren Zeitraum nicht die Haare zu waschen, um sie mal so richtig "ausfetten" zu lassen. Nach einigen Tagen soll das nämlich die Talgproduktion deutlich reduzieren, sodass man seine Haare und die Kopfhaut quasi trainiert, um länger ohne Waschen auszukommen. Klingt fies, aber irgendwie auch cool. :-)

 

Und da ich ja immer gerne Neues ausprobiere, habe ich mich dem Experiment auch mal gestellt. Das erklärt übrigens auch, warum man mich im November häufiger mal im Alltag mit Mütze hat rumrennen sehen. :-)

Und um es kurz zu machen: Ich habe es maximal fünf Tage ausgehalten! Das finde ich schon ziemlich krass! Es war aber auch super fies. Schon an Tag drei bin ich durchgedreht, aber ich hatte mein Ziel vor Augen und habe es durchgezogen. Ich muss aber zugeben, dass ich zumindest Trockenshampoo benutzt habe. Anders wäre es nicht gegangen. Und ab Tag vier funktionierte auch nur noch der Dutt. Zum krönenden Abschluss habe ich dann in der finalen Nacht an Tag fünf noch eine kleine Haarkur über Nacht gemacht und mir eine Handvoll Kokosöl in die ohnehin schon fettigen Haare geschmiert. Mit einem Handtuch-Turban auf dem Kopf bin ich dann schlafen gegangen und ich habe mich wie ein Schneekönig gefreut, als ich am nächsten Morgen endlich wieder richtig duschen konnte! Es war ein Traum! :-)

 

Ich habe das Experiment dann anschließend nochmal für vier Tage probiert. 

Das Endergebnis? Mittlerweile brauch ich meine Haare ohne Probleme nur noch alle drei Tage waschen – ich habe in der Summe also einen Tag rausgeholt. :-) 

Welches Buch lese ich zur Zeit?

Im Zuge meiner kommenden Yogalehrer-Ausbildung, die ab Januar beginnt, habe ich einen großen Stapel an entsprechender Literatur zu lesen.

Eines der Bücher auf der Liste ist die Bhagavad Gita. Hierbei handelt es sich um eine der zentralen Schriften aus dem Hinduismus, welche die Form eines spirituellen Gedichtes hat. Es bedeutet übersetzt "Gesang des Göttlichen".

Und auch wenn ich erst ca. bei der Hälfte bin, finde ich es schon jetzt unglaublich inspirierend! Es ist wunderschön zu lesen und regt sehr zum Nachdenken an, da es so sehr philosophisch ist. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht dazu schreiben. :-) 

Was ist mein Zitat des Monats?

"Alle Geschöpfe sind zwar dem Anschein nach getrennt, aber wahrhaft nur eines; alle Wesen gehen von der Gottheit aus und sind in der Gottheit vereint. Wer dies wirklich erfasst, wird die Gottheit und erlangt dadurch Befreiung.

– Bhagavad Gita

 

Was hat mir besonders gut geschmeckt?

Für mich als Nordlicht gehört zum Winter der Grünkohl, wie gebrannte Mandeln zum Weihnachtsmarkt gehören. Direkter Zusammenhang. Super lecker. Pflichtprogramm. 

Aber wusstest du, dass Grünkohl nicht nur hervorragend gekocht schmeckt, sondern auch roh in Form von Salat (oder im Smoothie) super lecker ist?

Und dazu ist er noch mega gesund: Er steckt voll mit Eisen, Calcium, Vitamin C und K sowie vielen antioxidativen Pflanzenstoffen und zählt zu den basischsten Lebensmitteln im Winter. 

Im vergangenen Monat habe ich ihn daher insbesondere als Salat genossen. :-)

In dieser Variante habe ich folgende Zutaten verwendet:

  • 2 Handvoll frischen Grünkohl
  • Cocktailtomaten
  • rote Zwiebeln
  • geröstete Kichererbsen
  • Mandelsplitter

Dressing:

  • Balsamico-Dressing
  • 1 TL Kokosblütensirup
  • Kokosöl
  • Salatkräuter
  • Salz & Pfeffer

Auf diesem Foto siehst du eine etwas andere Variation. Die Zutaten:

  • 2 Handvoll Grünkohl
  • 1 Birne
  • Walnüsse
  • Fetakäse
  • Cranberries

Dressing:

  • Cranberry-Essig
  • Olivenöl
  • Salatkräuter
  • Salz & Pfeffer

Mein Lieblings-Smoothie

 

Die Zutaten:

  • 1/4 frische Ananas
  • 1 Stück Ingwer
  • 2 Orangen
  • Kurkuma-Pulver

Meine neuste Errungenschaft

Diesen wunderschönen Saftspender aus Glas habe ich auf Amazon entdeckt.

Es gibt ihn in den Farben silber und bronze. 

Das Fassungsvermögen umfasst 4 Liter – ausreichend Platz also für eine große Portion Smoothie oder gefiltertes Wasser mit frischer Gurke, Limette oder Zitrone. 

 

Ich liebe dieses Zapfglas einfach!


Und damit sind wir auch schon am Ende meines Monatsrückblicks angelangt. Dieser Post war für meine Verhältnisse dieses Mal sehr persönlich. Doch vielleicht konntest du ja genau deswegen die ein oder andere Anregung oder Botschaft für dich mitnehmen. Das würde mich auf jeden Fall wahnsinnig freuen, denn genau darum teile ich das alles. :-)

 

Deine Maren <3

Kommentar schreiben

Kommentare: 0